Regelbedarfe der Grundsicherung

Die Regelbedarfe der Grundsicherung sind bundesweit einheitlich per Gesetz geregelt und werden jedes Jahr auf Grundlage der durchschnittlichen Preiserhöhungen und der Entwicklung der Nettolöhne angepasst.

Ab Januar 2021 steigen die Regelbedarfe in der Grundsicherung. SGB II-Empfänger erhalten also monatlich mehr Geld. Die Anhebung ist bundesweit einheitlich per Gesetz geregelt. Die Regelbedarfe 2021 basieren auf einer Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahr 2018.

Ein alleinstehender Erwachsener erhält ab 1.1.2022 monatlich 449 Euro Grundsicherung.

Gesetzliche Regelbedarfsstufen Ab 01.01.2022 bisher
leistungsberechtigter Erwachsener

(Alleinstehend / Alleinerziehend / mit minderjährigem Partner)

449 Euro 446 Euro
leistungsberechtigter Erwachsener

(Ehepartner / Lebenspartner in Bedarfsgemeinschaft)

404 Euro 401 Euro
leistungsberechtigter Erwachsener

(18-24 Jahre, im Haushalt der Eltern)

360 Euro 357 Euro
leistungsberechtigter Jugendlicher

(14-17 Jahre)

376 Euro 373 Euro
leistungsberechtigtes Kind

(6-13 Jahre)

311 Euro 309 Euro
leistungsberechtigtes Kind

(0-5 Jahre)

285 Euro 283 Euro

Auch vom Regelbedarf abhängige Mehrbedarfe, beispielsweise für Alleinerziehende, steigen entsprechend. Die umfangreiche Unterstützung aus dem Bildungspaket für Kinder aus gering verdienenden Familien bleibt bestehen.

Ein geänderter Bescheid mit der Neuberechnung wird jedem Leistungsberechtigten spätestens bis zum 31.03.2022 zugesandt. Leistungsberechtigte, die diesen Bescheid aus nachvollziehbaren Gründen schon früher benötigen, können sich telefonisch an ihren Hauptsachbearbeiter wenden. Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden zusätzlich zu den Regelbedarfen, entsprechend der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind.