Regelbedarfe der Grundsicherung

Die Regelbedarfe der Grundsicherung sind bundesweit einheitlich per Gesetz geregelt und werden jedes Jahr auf Grundlage der durchschnittlichen Preiserhöhungen und der Entwicklung der Nettolöhne angepasst.

Ab Januar 2021 steigen die Regelbedarfe in der Grundsicherung. SGB II-Empfänger erhalten also monatlich mehr Geld. Die Anhebung ist bundesweit einheitlich per Gesetz geregelt. Die Regelbedarfe 2021 basieren auf einer Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahr 2018.

Ein alleinstehender Erwachsener erhält ab 1.1.2021 monatlich 446 Euro Grundsicherung, also 14 Euro mehr als vorher. Am größten ist die Veränderung bei Jugendlichen ab Vollendung des 14. bis vor Vollendung des 18. Lebensjahres. Hier erfolgt eine Erhöhung um 45 € auf 373 €.

Gesetzliche Regelbedarfsstufen Ab 01.01.2021 bisher
leistungsberechtigter Erwachsener

(Alleinstehend / Alleinerziehend / mit minderjährigem Partner)

446 Euro 432 Euro
leistungsberechtigter Erwachsener

(Ehepartner / Lebenspartner in Bedarfsgemeinschaft)

401 Euro 389 Euro
leistungsberechtigter Erwachsener

(18-24 Jahre, im Haushalt der Eltern)

357 Euro 345 Euro
leistungsberechtigter Jugendlicher

(14-17 Jahre)

373 Euro 328 Euro
leistungsberechtigtes Kind

(6-13 Jahre)

309 Euro 308 Euro
leistungsberechtigtes Kind

(0-5 Jahre)

283 Euro 250 Euro

Auch vom Regelbedarf abhängige Mehrbedarfe, beispielsweise für Alleinerziehende, steigen entsprechend. Die umfangreiche Unterstützung aus dem Bildungspaket für Kinder aus gering verdienenden Familien bleibt bestehen.

Wenn das Regelbetragsermittlungsgesetz 2021 in Kraft tritt, werden diese Beträge automatisch in der Berechnung des Arbeitslosengelds II berücksichtigt und an unsere Kunden bereits mit den Leistungen für Januar 2021, die Ende Dezember 2020 überwiesen werden, ausgezahlt.