Aktuelles

Die KoBa Jobcenter Landkreis Harz informiert

15.12.2020 KoBa Harz reagiert auf den erneuten Lockdown

Liebe Kundinnen und liebe Kunden,
die KoBa Harz ist auch weiterhin für Sie da. Gleichzeitig gilt es, dem erhöhten Gesundheitsschutz unserer Kunden und Mitarbeiter während dieser zweiten Welle der Pandemie gerecht zu werden.

Deshalb gelten ab sofort, wie bereits im Frühjahr, folgende Vorkehrungen: Die KoBa Harz bittet Bürger und Kunden um Verständnis, dass eine persönliche Vorsprache in der Behörde bis auf Weiteres nur nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen soll. Eine persönliche Vorsprache ist nur in dringenden Ausnahmefällen möglich. Diese sind vorab mit dem zuständigen Mitarbeiter zu besprechen und zu vereinbaren. Der telefonische Kontakt wird über die allgemein bekannten Nummern vermittelt (Durchwahl -3000 und über die Website).

Die Kunden werden gebeten, die KoBa Harz bei Anliegen ausschließlich telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren und Unterlagen in die Hausbriefkästen einzuwerfen bzw. per Post zu versenden. Die zentralen Rufnummern und E-Mail-Adressen finden Sie hier auf der  Internetseite der KoBa Harz unter  Kontakt.

Wir wünschen unseren Kundinnen und Kunden ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bitte bleiben Sie gesund!


Neuste Pressemitteilung

15.12.2020, KoBa Harz Pressemitteilung

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger ab 2021

Die Regelsätze der Grundsicherung steigen ab Januar deutlich an

Das Regelbetragsermittlungsgesetz 2021 und das 2. Familienentlastungsgesetz treten ab dem 01.01.2021 in Kraft. Neben den Regelbedarfen steigt auch das Kindergeld ab Januar 2021.

Ein alleinstehender Erwachsener erhält ab dem 1.1.2021 monatlich 446 Euro Grundsicherung.

Gesetzliche Regelbedarfsstufen Ab 01.01.2021 bisher
leistungsberechtigter Erwachsener

(Alleinstehend / Alleinerziehend / mit minderjährigem Partner)

446 Euro 432 Euro
leistungsberechtigter Erwachsener

(Ehepartner / Lebenspartner in Bedarfsgemeinschaft)

401 Euro 389 Euro
leistungsberechtigter Erwachsener

(18-24 Jahre, im Haushalt der Eltern)

357 Euro 345 Euro
leistungsberechtigter Jugendlicher

(14-17 Jahre)

373 Euro 328 Euro
leistungsberechtigtes Kind

(6-13 Jahre)

309 Euro 308 Euro
leistungsberechtigtes Kind

(0-5 Jahre)

283 Euro 250 Euro

Auch vom Regelbedarf abhängige Mehrbedarfe, beispielsweise für Alleinerziehende, steigen entsprechend.

Erstmalig wird auch die Höhe des Schulbedarfes, der im Februar und August ausgezahlt wird, an die Einkommens- und Preisentwicklung angepasst. Im Februar steigt der Schulbedarf von 50 EUR auf 51,50 EUR und im August von 100 EUR auf 103 EUR.

Das Kindergeld wird ab Januar für das 1. und 2. Kind von 204 EUR auf 219 EUR, für das 3. Kind von 210 EUR auf 225 EUR und für das 4. und jedes weitere Kind von 235 EUR auf 250 EUR erhöht.

Auch beim Mindestunterhalt gelten entsprechend der Dritten Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung vom 03.11.2020 ab dem 01.01.2021 höhere Beträge. Minderjährigen Kindern stehen dann in der 1. Altersstufe 393 EUR, in der 2. Altersstufe 451 EUR und in der 3. Altersstufe 528 EUR Unterhalt zu.

Dadurch ändern sich auch die Unterhaltsvorschussleistungen. Minderjährige Kinder erhalten demnach 174 EUR in der 1. Altersstufe, 232 EUR in der 2. Altersstufe und 309 EUR in der 3. Altersstufe.

Die KoBa Harz hat diese Änderungen bereits bei der Auszahlung des Arbeitslosengelds II ab Januar 2021 berücksichtigt.

Ein geänderter Bescheid mit der Neuberechnung wird jedem Leistungsberechtigten spätestens bis zum 31.03.2021 zugesandt. Leistungsberechtigte, die diesen Bescheid aus nachvollziehbaren Gründen schon früher benötigen, können sich telefonisch an ihren Hauptsachbearbeiter wenden.

Mit dem Regelbetragsermittlungsgesetz werden auch weitere Änderungen des SGB II umgesetzt. Das betrifft z. B. den Mehrbedarf für werdende Mütter. Zukünftig endet dieser nicht mit dem Tag der Geburt, sondern wird bis zum Ende des Entbindungsmonats gewährt.

Die Regelungen zu den besonderen Mehrbedarfen werden um Konstellation von einmaligen Ereignissen erweitert, insbesondere wenn diese nicht in den pauschalen Regelbedarfen berücksichtigt sind.

Als neue Regelung wird ein Mehrbedarf für Schulbücher und Arbeitshefte im SGB II mit aufgenommen. Dieser wird in den Fällen relevant, wenn es keine landesrechtliche Regelung zu einer Lernmittelbefreiung gibt. Im Land Sachsen-Anhalt können zukünftig notwendige Arbeitshefte, die nicht bereits über den Schulbedarf abgegolten sind, finanziert werden.

Der Vereinfachte Zugang zu den SGB II Leistungen, der in Folge der Corona-Pandemie ermöglicht wurde, ist ein weiteres Mal verlängert. Bei Antragstellungen nach dem SGB II entfallen auch weiterhin bis zum 31.03.2021 die sonst übliche Vermögensprüfung sowie die Überprüfung der Wohnungsmiete bzw. Wohnungsgröße. Die entsprechenden Regelungen, die erstmalig durch das Sozialschutzpaket I zu Beginn der Coronakrise eingeführt wurden, sind nunmehr ein weiteres Mal verlängert.

Der verlängerte Zeitraum gilt auch für Leistungen der Mittagsversorgung im Rahmen der Bildungs- und Teilhabeleistungen (BUT). Wurde bzw. wird die Versorgung mit einem Mittagessen anders sichergestellt als vor der Pandemie (z. B. Lieferung nach Haus oder in eine andere Einrichtung) oder fallen in Folge der Lieferung höhere Kosten an, finden diese bei Antragstellungen bis zum 31.03.2021 entsprechend Berücksichtigung. Auf die gemeinschaftliche Einnahme kommt es für diesen Zeitraum nicht an.


Pressemitteilung, 29.10.2020

Ausbildungsstellenvermittlung der KoBa Harz – ein Beispiel für die tägliche Arbeit

Seit 2019 liegt die Aufgabe der Ausbildungsvermittlung (ABV) wieder in der Hand der KoBa Harz. Mit einem eigenen dafür neu gegründeten Team haben die Mitarbeiter mit viel Herz und Engagement ihre Arbeit aufgenommen. An einem Beispiel wollen wir einmal zeigen, was das Team tagtäglich so leistet:

Die junge Frau, um die es hier geht, ist 25 Jahre und stammt aus Syrien. Sie kam damals mit ihrem Mann als Flüchtling nach Deutschland. Nachdem sie ihre Bleibeberechtigung bekam, wurde sie an die KoBa Harz verwiesen. Zuerst absolvierte sie den verpflichtenden B1 – Sprachkurs, bestand anschließend ihren Hauptschulabschluss und kam so das erste Mal mit dem Team der Ausbildungsvermittlung (ABV) in Kontakt.

Ihr großer Traum war es, eine betriebliche Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten aufzunehmen. In diesem Bereich gab es jedoch damals keine Möglichkeit im Landkreis Harz, so dass das Team ABV ihr anbot, als Alternative eine Ausbildung zur Zahntechnikerin in Betracht zu ziehen – wiesen sie jedoch von Anfang an darauf hin, dass es bei Ausbildungen im Gesundheitsbereich gerade für sie aufgrund der vorhanden Sprachschwierigkeiten sehr schwer werden würde.

Die junge Frau wollte dies aber unbedingt machen und das Team ABV unterstützte sie bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, die sie anschließend persönlich beim möglichen Arbeitgeber vorbei brachte. Der erste Kontakt verlief dabei so positiv, dass ihr im August 2019 eine Ausbildungsstelle angeboten wurde. Das Team ABV half ihr in dieser Zeit intensiv bei allerlei Anträgen und Formularen wie z.B. beim Kindergeld, bei der Berufsausbildungsbeihilfe (BaB) sowie bei den gesamten Unterlagen, die die KoBa Harz benötigte. Aufgrund der anspruchsvollen Ausbildung erhielt sie zudem die Anträge bezüglich der Etablierung von Stütz- und Förderunterricht in Form von Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH).

Leider dauerte es nicht lange und die ersten Schwierigkeiten stellten sich ein. Die betriebliche Ausbildung, die Berufsschule, die in Magdeburg stattfand, das grundlegende Lernen Zuhause – das alles zusammen wurde zu einer großen psychischen Belastung. Die junge Frau kam in dieser Zeit regelmäßig donnerstags zusammen mit ihrem Mann zum Team der Ausbildungsvermittlung. Diese erkannten schnell, dass sie psychisch und physisch mit der hohen Belastung nicht fertig wurde und legten ihr nahe, ihre Ausbildungsstelle zum 31.12.2019 zu kündigen, was sie daraufhin auch tat. Das Team ABV konnte sie jedoch sehr schnell danach in einen B2-Sprachkurs vermitteln, den sie im Juli 2020 auch erfolgreich abschloss. Nach erneuter intensiver Beratung mit dem Team ABV meldete sich die junge Frau für eine Ausbildung aus Kinderpflegerin an, die bis heute andauert.

Seit wann sind Sie in Deutschland und wie alt waren Sie als Sie herkamen?
Ich kam damals im Januar 2015 als Flüchtling aus Syrien nach Deutschland und war 20 Jahre jung.

Sind Sie alleine gekommen? Was ist mit Ihrer Familie?
Ich bin zusammen mit meinem Mann nach Deutschland gekommen. Der Rest meiner Familie, auch meine Mutter und mein Vater, sind in einem Flüchtlingslager in der Türkei.

Wie ist Ihre Situation jetzt?
Ich habe eine eigene Wohnung zusammen mit meinem Mann. Er arbeitet zurzeit bei einer Firma in Wernigerode als Produktionshelfer, während ich meine Ausbildung als Kinderpflegerin mache.

Sie haben zuerst den Sprachkurs B1 bestanden, anschließend einen Hauptschulabschluss gemacht und danach im August 2019 eine Ausbildung als Zahntechnikerin begonnen, die leider abgebrochen werden musste. Wie fühlten Sie sich während dieser Zeit?
Es war schon immer mein Traum, im Gesundheitsbereich zu arbeiten. Aber für die Berufsschule musste ich immer nach Magdeburg. Zudem musste ich im Zuge der Ausbildung viel Fachsprache lernen, zusätzlich noch Englisch und leider zeigte der Arbeitgeber wenig Geduld, wenn ich Dinge nicht gleich verstanden habe.

Waren Sie damals schon in der Betreuung der KoBa Harz?
Ja und ich bin ziemlich schnell zum Team der Ausbildungsvermittlung gekommen. Diese haben mir damals schon großartig geholfen und ich konnte immer auf ihre Unterstützung zählen – egal welches Problem sich ergeben hat – sie waren immer für mich da.

Haben Sie sich gut verstanden gefühlt?
Ja sehr. Gerade als ich merkte, dass ich die Ausbildung zur Zahntechnikerin nicht schaffen werde, war das Team ABV als Ansprechpartner für mich da. Sie haben mich aufgefangen und eine neue Perspektive gegeben.

Gab es Momente, wo Sie sich mehr Unterstützung gewünscht hätten?
Nein, egal welche Probleme ich hatte – das Team ABV hat mir immer geholfen.

Wie läuft es zurzeit bei der Ausbildung als Kinderpflegerin?
Es war eigentlich nicht mein Traum, in diesem Bereich einmal zu arbeiten, aber ich merke, dass es mir sehr viel Spaß macht. Ich habe genügend Zeit zum Lernen und kann auch die praktische Seite kennenlernen, indem ich Praktika im Kindergarten machen kann. Ich bin sehr zufrieden damit und vielleicht kann ich danach auch Erzieherin werden.

Sind Sie immer noch bei der KoBa Harz in Betreuung?
Nein, mein Mann und ich sind nicht mehr in Bezug. Aber ich weiß, wenn ich Probleme habe, dann kann ich das Team der Ausbildungsvermittlung von der KoBa Harz anrufen und sie werden mir immer helfen – das ist ein beruhigendes Gefühl!


Pressemitteilung, 30.09.2020

 KoBa Harz informiert: Der vereinfachte Zugang zu Arbeitslosengeld II in Folge der Corona-Krise wurde verlängert

Bei Antragstellungen nach dem SGB II entfallen bis zum Jahresende die sonst übliche Vermögensprüfung sowie die Überprüfung der Wohnungsmiete bzw. Wohnungsgröße. Die entsprechenden Regelungen, die erstmalig durch das Sozialschutzpaket I zu Beginn der Coronakrise eingeführt wurden, sind nunmehr ein weiteres Mal verlängert wurden.

Ursprünglich war der vereinfachte Zugang zunächst nur für Anträge vorgesehen, die im Zeitraum vom 01.03. bis 30.06.2020 geltend gemacht wurden. Durch die Vereinfachte-Zugangsverlängerungsverordnung vom 25.06.2020 (VZVV) und die Erste Verordnung zur Änderung der VZVV vom 16.09.2020 wurden diese Regelungen für Anträge die bis zum 31.12.2020 gestellt werden, verlängert.

Der verlängerte Zeitraum gilt auch für Leistungen der Mittagsversorgung im Rahmen der Bildungs- und Teilhabeleistungen (BUT). Wurde bzw. wird die Versorgung mit einem Mittagessen anders sichergestellt als vor der Pandemie (z. B. Lieferung nach Haus oder in eine andere Einrichtung) oder fallen in Folge der Lieferung höhere Kosten an, finden diese bei Antragstellungen bis zum 31.12.2020 entsprechend Berücksichtigung. Auf die gemeinschaftliche Einnahme kommt es für diesen Zeitraum nicht an.

Anträge und Anliegen können bereits seit dem 18.06.2020 wieder durch eine persönliche Vorsprache in der KoBa Harz gestellt und besprochen werden. Dafür ist aber zwingend eine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Sie erreichen uns postalisch, per Email (koba@koba-jobcenter-harz.de) oder telefonisch unter den Ihnen bekannten Telefonnummern der zuständigen Mitarbeiter (rechts oben in den üblichen Anschreiben) oder über die Zentrale Einwahl 03943/58-3000.