MILA

Modellprojekt zur Integration Langzeitarbeitsloser

Was ist Ziel des Projektes?

MILA_ Ein Frau mit Putzmitteln und ein mann mit Kochmuetze und Gemuese

(c) Kurhan – Fotolia.com

Für viele auf Grundsicherung angewiesene Menschen wird es mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit immer schwieriger, eine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzunehmen. Neben der Überwindung häufig komplexer Problemlagen kommt für langzeitarbeitslose Männer und Frauen erschwerend hinzu, dass die Mehrheit der Arbeitgeber es nicht in Betracht zieht, Langzeitarbeitslose einzustellen. Ein in 2015 gestartetes Arbeitsmarktprogramm des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zia­les (BMAS) soll Arbeitgeber deshalb gezielt für das Arbeitskraftpotential Langzeitarbeitesloser sensibilisieren und damit jenen Menschen eine neue Perspektive geben, die bislang weit vom Arbeitsmarkt entfernt waren. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des BMAS und des Eu­ro­päi­schen So­zi­al­fonds (ESF).

Die KoBa Harz hat im Februar 2015 Fördermittel von ESF und BMAS zur Unterstützung von insgesamt 40 Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose im Landkreis Harz erhalten.

An wen richtet sich das Projekt?

Zielgruppe sind langzeitarbeitslose erwerbsfähige Leistungsberechtigte über 35 ohne Berufsausbildung, die bisher keine Arbeit gefunden haben und Unternehmen, die langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance für den Einstieg in die Arbeitswelt geben wollen.

 

Wie wird gefördert?

MILA - eine Frau mit Stetoskop und Klemmbrett, ein Mann mit Rohrzange

(c) Kurhan – Fotolia.com

Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose für mindestens 2 Jahre sozialversicherungspflichtig einstellen, erhalten anfangs Lohnkostenzuschüsse, die im Verlauf des Beschäftigungsverhältnisses abgeschmolzen werden. Zudem können notwendige Weiterbildungen gefördert werden. Voraussetzung für die Förderung ist ein Arbeitsplatz mit mindestens 20 Wochenstunden und tariflicher Bezahlung.

Arbeitssuchende erhalten durch den MILA-Coach eine intensive Unterstützung bei der Anbahnung und Stabilisierung eines neuen Arbeitsverhältnisses. Er hilft bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, der Beantragung von notwenigen Hilfen oder bei der Organisation von Kinderbetreuung oder Mobilität. Der Coach fördert persönliche, soziale, methodische und interkulturelle Kompetenzen beim Teilnehmer und begleitet auch nach Antritt seiner neuen Arbeitsstelle.

Das Projekt wurde zum Halbjahresende 2017 beendet . Zurzeit läuft nur noch die Coaching-Phase.